Interne Meldestelle für Unternehmen
Ab 50 Beschäftigten sind Sie zur internen Meldestelle verpflichtet. Wir übernehmen die Abwicklung, Vorprüfung und Fristen - Sie behalten den Kopf für Ihr Kerngeschäft frei.
Kurz gesagtPrivatwirtschaftliche Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten müssen nach § 12 HinSchG eine interne Meldestelle vorhalten. Sie dürfen diese Aufgabe nach § 14 HinSchG einem Dritten übertragen; die Pflicht, gemeldete Verstöße abzustellen, bleibt beim Unternehmen.

- Eingang verschlüsselt
- Anwaltlich geprüft
- Bericht & Empfehlung
Rechtslage
Gesetzliche Pflicht zur Einrichtung wann?
Privatwirtschaftliche Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten sind nach § 12 HinSchG verpflichtet, eine interne Meldestelle einzurichten. In regulierten Sektoren (zum Beispiel Finanzdienstleistung) gilt diese Pflicht unabhängig von der Beschäftigtenzahl.
Diese Webseite stellt keine Rechtsberatung dar - eine abschließende Einschätzung erfordert juristische Prüfung im Einzelfall.

Anwendungsbereich
Was in Ihrer Branche gemeldet werden kann
Das Hinweisgeberschutzgesetz schützt nicht jede Beschwerde, sondern Meldungen zu Verstößen aus dem Katalog des § 2 HinSchG. Ob ein konkreter Hinweis darunterfällt, prüft unser Anwalt in der Vorprüfung. Welche Bereiche, die in Ihrer Branche wesentlich sein können, betrifft dies?
Straftaten im Geschäftsbetrieb
Betrug, Untreue, Bestechung oder Bestechlichkeit fallen als strafbewehrte Verstöße unter § 2 Absatz 1 Nummer 1 HinSchG, unabhängig von der Branche.
Arbeitsschutz und Rechte der Beschäftigten
Bußgeldbewehrte Verstöße sind nach § 2 Absatz 1 Nummer 2 HinSchG erfasst, soweit die verletzte Vorschrift Leben, Gesundheit oder die Rechte von Beschäftigten schützt. Dazu zählen Vorschriften zur Arbeitssicherheit.
Produktsicherheit, Umwelt, Verbraucherschutz
§ 2 Absatz 1 Nummer 3 HinSchG benennt unter anderem Produktsicherheit und -konformität, Umweltschutz und Verbraucherrechte bei Verträgen mit Verbrauchern.
Datenschutz und Geldwäsche
Verstöße gegen die Datenschutz-Grundverordnung und gegen Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche stehen ebenfalls in der Aufzählung des § 2 Absatz 1 Nummer 3 HinSchG.
Praxis
Typische Herausforderungen
Was Unternehmen bei der eigenen Umsetzung regelmäßig ausbremst - und warum eine interne Meldestelle entlastet.
Bußgeldrisiko
Verstöße gegen die HinSchG-Pflichten können nach § 40 HinSchG mit Bußgeldern geahndet werden.
Fehlende Ressourcen
Eine interne Lösung bindet Personal, IT und Datenschutz-Know-how über Monate - Kapazitäten, die im Mittelstand oft fehlen.
Größte Herausforderung
Eine intern besetzte Meldestelle wirft Fragen zur Unabhängigkeit auf und kann das Vertrauen der Beschäftigten schwächen. Die Anonymität der Hinweisgeber bleibt in der Regel nicht gewahrt.
Unsere Antwort
Wie unsere Lösung das adressiert
- Interne, neutrale Meldestelle nach § 14 HinSchG
- Anwaltliche Vorprüfung jeder Meldung durch unseren Anwalt
- Fristenkontrolle und revisionssichere Dokumentation
- Einrichtung ohne betriebsinterne Kosten für netto 89 € / Monat je Portal

Jeder Hinweis wird anwaltlich vorgeprüft
Kein technischer Filter, sondern eine fachliche Einordnung: Unser Anwalt prüft jede Meldung, ordnet rechtlich ein und gibt eine Handlungsempfehlung.
Einführung
Was bei der Einführung in Ihrer Branche dazukommt
Der Ablauf einer Meldung ist überall gleich. Die Einführung ist es nicht: Wer mitbestimmt, wie Beschäftigte gezählt werden und wie der Kanal bekannt wird, unterscheidet sich je Organisation. Vier Punkte, die wir mit Ihnen vor dem Start klären.
- 1
Beschäftigtenzahl feststellen
Die Schwelle von 50 Beschäftigten entscheidet über die Pflicht. Bei Konzernstrukturen oder mehreren Standorten ist die Zählweise im Einzelfall zu prüfen; der Pflichten-Check gibt eine erste Orientierung.
- 2
Betriebsrat einbinden
Läuft die Meldestelle über eine technische Einrichtung, kommt ein Mitbestimmungsrecht nach § 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG in Betracht. Wer den Betriebsrat vor der Einführung einbezieht, vermeidet Verzögerungen nach dem Start.
- 3
Meldekanal bekannt machen
Eine Meldestelle, von der niemand weiß, erfüllt ihren Zweck nicht. Wie Sie den Meldekanal im Betrieb bekannt machen, Intranet, Aushang oder Anlage zum Arbeitsvertrag, stimmen wir mit Ihnen ab.
- 4
Fristen im Blick behalten
Eingangsbestätigung binnen sieben Tagen, Rückmeldung binnen drei Monaten (§ 17 HinSchG). Beides überwachen wir im Verfahren, Sie entscheiden über die Folgemaßnahmen im Unternehmen.
So funktioniert Ihre Meldestelle
Ein präziser Ablauf, der Rechtssicherheit und Anonymität verbindet - von der Meldung bis zum Zwischenbericht.

Eingang der Meldung
Über den verschlüsselten Online-Kanal jederzeit, telefonisch Mo bis Fr von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr.
Anwaltliche Prüfung
Sichtung und rechtliche Einordnung durch unseren Anwalt.
Fallmanagement
Dokumentierte Fallbearbeitung; Rückmeldung über freiwillig angegebene Kontaktdaten.
Zwischenbericht
Zusendung unserer Dokumentation und rechtlichen Handlungsempfehlung.
Rechenbeispiel
Was die Meldestelle in Ihrer Branche im Jahr kostet
Hier dargestellt ist ein Rechenbeispiel für ein Unternehmen mit 120 Beschäftigten an einem Standort. Bei einem Median von 0,7 Meldungen je 100 Beschäftigte und Jahr (Quelle: NAVEX, Whistleblowing Benchmarking Statistics in Europe, Ausgabe 2025) ist mit rund einer Meldung im Jahr zu rechnen. Die tatsächliche Zahl kann darüber oder darunter liegen.
| Portal, 12 Monate zu netto 89 € | 1.068 € |
|---|---|
| 1 bearbeiteter Fall zu netto 179 € | 179 € |
| Summe | 1.247 € netto im Jahr |
Alle Preise netto. Monatlich kündbar mit zwei Wochen Frist zum Monatsende. Ohne eine einzige Meldung im Jahr bleibt es bei der Portalgebühr. Wie sich das gegen eine unternehmensinterne Abwicklung rechnet, zeigt der Kostenratgeber mit Rechner.
FAQ
Häufige Fragen
Ab wann ist mein Unternehmen verpflichtet?
Ab 50 Beschäftigten besteht in der Regel die Pflicht zur internen Meldestelle. In regulierten Sektoren gilt sie unabhängig von der Beschäftigtenzahl.
Dürfen wir die Meldestelle auslagern?
Ja. § 14 HinSchG erlaubt ausdrücklich die Übertragung der internen Meldestelle an einen externen Dritten. Die Verantwortung für die Einrichtung bleibt beim Unternehmen.
Amtliche Fundstellen
- § 12 HinSchG - Pflicht zur Einrichtung interner Meldestellen(öffnet gesetze-im-internet.de in einem neuen Tab)
Die Pflicht gilt ab in der Regel 50 Beschäftigten (Absatz 2). Für Gemeinden und Gemeindeverbände gilt sie nach Maßgabe des jeweiligen Landesrechts (Absatz 1 Satz 4).
- § 14 HinSchG - Organisationsformen interner Meldestellen(öffnet gesetze-im-internet.de in einem neuen Tab)
Absatz 1 Satz 1 erlaubt ausdrücklich, einen Dritten mit den Aufgaben zu betrauen. Satz 2 stellt klar, dass das den Beschäftigungsgeber nicht von der Pflicht entbindet, einen Verstoß selbst abzustellen.
- § 2 HinSchG - Sachlicher Anwendungsbereich(öffnet gesetze-im-internet.de in einem neuen Tab)
Absatz 1 zählt auf, welche Verstöße das Gesetz erfasst: strafbewehrte Verstöße (Nummer 1), bußgeldbewehrte Verstöße, soweit die Vorschrift Leben, Gesundheit oder Rechte von Beschäftigten schützt (Nummer 2), und Verstöße in benannten Rechtsgebieten wie Produktsicherheit, Umweltschutz, Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit, Verbraucherschutz und Datenschutz (Nummer 3).
- § 87 BetrVG - Mitbestimmungsrechte(öffnet gesetze-im-internet.de in einem neuen Tab)
Absatz 1 Nummer 6 erfasst technische Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, Verhalten oder Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen. Der Einleitungssatz stellt die Mitbestimmung unter den Vorbehalt, dass keine gesetzliche oder tarifliche Regelung besteht.
Maßgeblich ist stets die amtliche Fassung. Die Einordnung in diesem Beitrag ersetzt keine Prüfung des Einzelfalls.

